Lumi · Wissen · Verstehen

„Bin ich schuld?" — Nein. Mythen im Check

Der häufigste und schädlichste Irrglaube zuerst: GD ist KEINE Folge von „falschem Essen" oder „zu wenig Disziplin".

Hormone, nicht Charakter

Die Insulinresistenz in der Schwangerschaft ist hormonell — sie trifft auch schlanke, sportliche Frauen mit perfekter Ernährung. Risikofaktoren wie Veranlagung, Alter oder früherer GD erhöhen die Wahrscheinlichkeit, aber niemand „verursacht" seinen GD selbst.

Mythos: „Ich habe zu viel Süßes gegessen"

Zucker essen verursacht keinen Gestationsdiabetes. Die Veranlagung zur Insulinresistenz entscheidet — nicht das Stück Kuchen auf der Babyparty.

Warum das wichtig ist

Schuldgefühle helfen niemandem — dir nicht und dem Baby nicht. Energie, die in Selbstvorwürfe geht, fehlt fürs Wesentliche: gut für dich sorgen, messen, dokumentieren, Fragen an dein Behandlungsteam stellen.

Quellen: DDG Patientenleitlinie Gestationsdiabetes · NICE Guideline NG3

Geprüft von einer Hebamme und einer Ärztin. Allgemeine Information, keine persönliche Beratung.

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